Die Düsterlohe: eine beeindruckende Sportanlage. Doch woher stammt ihr Name

 

Die Düsterlohe gilt bekanntermaßen als eine der schönsten Sportanlagen Schleswig-Holsteins. Ab 1908 noch städtischer Spiel-, Fest- und Sportplatz am „Düsterloher Weg“, wurde mit der Vereinsgründung des damaligen FC Rantzau im Jahre 1912 die Düsterlohe zur Wettkampfstätte aller Barmstedter Sportvereine (übrigens bis 1895 noch Teil des „Fleckens Großendorf“). 

Heute ist dort dagegen nur noch der SSV Rantzau zuhause. 

Und für die Fußballhistoriker: In den 1940-iger Jahren schrieb die Düsterlohe einzigartige Geschichte, wurden hier doch Spiele gegen ehemalige deutsche Fußballmeister wie der HSV, Hannover 96 und Fortuna Düsseldorf deutschlandweit im Radio übertragen. Und 1948 schafft es der SSV sogar in den Wettschein des Hamburger Fußballtotos. 

 

Doch woher stammt eigentlich der Name „Düsterlohe“: Ein Blick ins Lexikon und insbesondere die Kommentierung der Barmstedter Geschichtswerkstatt in einer kürzlichen Ausgabe der Barmstedter Zeitung weisen hin auf altdeutsche sprachliche Zusammenhänge zwischen „Lohe“ und Wald oder Waldrand aber auch auf „Lohe“ gewonnen aus Eichenlaub/rinde zur Herstellung (Gerberei) von Leder. Da passt doch der Ruf Barmstedts als ehemalige Schusterstadt allemal dazu. Und dass der Platz am Rand des Rantzauer Staatsforstes damals gelegentlich einen „düsteren“ Eindruck hinterließ, kann man sicherlich nicht abstreiten. 

 

Heute ist von „düster“ selbstverständlich nichts zu spüren. Die Düsterlohe wirkt hell, ungewöhnlich gepflegt und hinterlässt insbesondere wegen ihrer bestechend schönen Lage bei ihren Besuchern immer wieder einen imposanten Eindruck … 

 

Siegfried Seidler